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		<title>Wählen wirkt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 16:26:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit 1990 wird die Stadt Zürich rot-grün regiert. Die SP trägt als stärkste Partei massgebend zu den Erfolgen der vergangenen Jahre bei. In den 1990er Jahren mussten noch schmerzhafte Sparpakete geschnürt werden. Zürich drohte zur sogenannten AAA-Stadt zu werden, wo nur noch Arme, Alleinstehende und Alte wohnen bleiben. Mittlerweile ist Zürich in verschiedensten Studien zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 1990 wird die Stadt Zürich rot-grün regiert. Die SP trägt als stärkste Partei massgebend zu den Erfolgen der vergangenen Jahre bei. In den 1990er Jahren mussten noch schmerzhafte Sparpakete geschnürt werden. Zürich drohte zur sogenannten AAA-Stadt zu werden, wo nur noch Arme, Alleinstehende und Alte wohnen bleiben.</p>
<p>Mittlerweile ist Zürich in verschiedensten Studien zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität ausgezeichnet worden. Wir haben in den letzten Jahren 13‘000 Wohnungen gebaut – von wegen investorenfeindlichem Klima – und damit die Abwanderung von Familien und guten Steuerzahlenden gestoppt. Wir haben die Finanzen saniert und konnten die Steuern senken, ohne das Tafelsilber verscherbeln zu müssen (ewz, Landreserven). Wir haben in die Kultur investiert und damit ein für die Grösse von Zürich ausserordentlich grosses und vielseitiges Kulturangebot geschaffen. Während Zürich früher eine miefige Zwinglistadt war, ist Zürichs Nachtleben attraktiv und lebendig. In kürzester Zeit haben wir das Kinderbetreuungsangebot ausgebaut, so dass das Angebot nun schon fast die Nachfrage abdeckt. Zürich hat massiv in erneuerbare Energien investiert und sich den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet.</p>
<p>Was noch zu tun bleibt: Wir brauchen mehr zahlbare Wohn- und Gewerberäume.  Darum hat die SP die Initiative „Wohnen für alle“ lanciert. Und die SP unterstützt gemeinsam mit Mieterverband, dem Schweizerischen Verband für Wohnungswesen und Grünen und AL die Initiative für zahlbaren Wohn- und Gewerberaum, die sich gegen das Aufwertungsdiktat des Kantons wendet. Wir haben gemeinsam mit AL und Grünen durchgesetzt, dass beim Gestaltungsplan Manegg im Minergie P-Eco-Standard gebaut wird und dreissig Prozent gemeinnütziger Wohnungsbau entstehen wird. Wir wollen investieren bei der Bildung, damit alle Kinder in den Genuss einer guten Bildung kommen und die Chancengleichheit verbessert wird. Zürich braucht ein besseres Velonetz, damit Unfälle vermieden werden können und mehr Zürcherinnen und Zürcher sich wieder trauen, Velo zu fahren. Und die SP ist die Garantin dafür, dass das soziale Netz hält, und diejenigen trägt, welche Hilfe benötigen. Wir haben bewiesen, dass wir Probleme lösen können. Nur eine starke SP kann die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Nur eine rot-grüne Regierung bleibt auf dem erfolgreichen Kurs. Wer mehr Parkplätze und weniger Steuern will, wählt bürgerlich. Wer nicht weiss, was er will, wählt grünliberal. Dabei könnten aber leicht Kultur, Kinderbetreuung, Umweltschutz und die sozial Schwachen unter die Räder kommen. Darum: Wer eine Stadt für alle will, wählt SP.</p>
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		<title>Weltwochisierung der Medienlandschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 09:44:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gemeinhin wird eine Boulevardisierung der Medienlandschaft beklagt. Das mag schon sein. Ziemlich eindeutiger scheint sich eine Weltwochisierung der Medienlandschaft abzuzeichnen. Während im Branchenmagazin &#8220;Schweizer Journalist&#8221; Roger Köppel und Alex Baur einmal mehr gelobt wurden, dass sie gegen den linksliberalen Mainstream anschreiben, fragt man sich mittlerweile, wo denn dieser geblieben ist. So schreibt Markus Schär (Ex-Weltwoche) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinhin wird eine Boulevardisierung der Medienlandschaft beklagt. Das mag schon sein. Ziemlich eindeutiger scheint sich eine Weltwochisierung der Medienlandschaft abzuzeichnen. Während im Branchenmagazin &#8220;Schweizer Journalist&#8221; Roger Köppel und Alex Baur einmal mehr gelobt wurden, dass sie gegen den linksliberalen Mainstream anschreiben, fragt man sich mittlerweile, wo denn dieser geblieben ist. So schreibt Markus Schär (Ex-Weltwoche) in der Sonntags-Zeitung seitenweise wörtlich der Befürworterpropaganda der Senkung des Umwandlungssatzes ab. Natürlich dürfen Markus Schär und die Sonntags-Zeitung eine Ja-Position vertreten. Aber Copy-Paste ist kein Journalismus. Edgar Schuler beklagt im Tagi die alte Mär des rot-grünen Stadtrates, welche Investoren konsequent vergrault. 13&#8217;000 gebaute Wohnungen in zehn Jahren sprechen eine deutlich andere Sprache. Dass sich keine privaten Investoren für garantierte Verlustgeschäfte wie Stadien oder Schiffbau finden lassen, auch wenn man es &#8211; wie der Stadtrat &#8211; jahrelang noch so fest hofft, blendet Schuler ebenfalls aus. Auch die Baz wird wohl, wenn man die Käufer (Wagner und Tettamanti) so betrachtet, auf Weltwoche-Kurs gebracht werden. Der wirtschaftliche Erfolg der Weltwochisierungs-Strategie hält sich hingegen in Grenzen. Warum dann alle Medien auf diesen Zug aufspringen wollen bleibt schleierhaft. Was Köppel einst ankündigte: Souffleur des intelligenten Tischgesprächs oder intelligente Provokation ist längst vorbei. Nichts ist vorhersehbarer als ein Artikel in der Weltwoche. Selbst Mörgli ist für mehr Überraschungen gut als die Weltwoche-Inland-Redaktion. Die Weltwoche hat ihr Publikum. Der Kurs der Weltwoche hat auch eine Berechtigung. Ich will auch keinen Meinungseinheitsbrei. Auch aus diesem Grund stinkts mir als Leserin lauter Weltwoche-Abklatsche lesen zu müssen. </p>
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		<title>Jesus, Mohammed, Karl Zweifel&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 13:29:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In seinem Porträt in der NZZ stellt sich der SVP-Kandidat für den Stadtrat mehr oder weniger dirket in eine Reihe mit Jesus und Mohammed, was selbst die NZZ im sonst netten Porträt zu einer spitzen Bemerkung verführt. Die NZZ ist ja bekanntlich eine grosse Advokatin eines bürgerlichen Schulterschlusses. Ob die alte Tante aber tatsächlich ernsthaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Porträt in der NZZ stellt sich der SVP-Kandidat für den Stadtrat mehr oder weniger dirket in eine Reihe mit Jesus und Mohammed, was selbst die NZZ im sonst netten Porträt zu einer spitzen Bemerkung verführt. Die NZZ ist ja bekanntlich eine grosse Advokatin eines bürgerlichen Schulterschlusses. Ob die alte Tante aber tatsächlich ernsthaft findet, der &#8220;Knochenschlosser&#8221; würde sich gut im Stadtrat machen, bleibt noch offen. Der Stadtzürcher Freisinn macht sich zusammen mit den Jungfreisinnigen durchaus auf, mit der SVP gleichzuziehen. So lehnten sie gestern abend im Gemeinderat zusammen mit SVP, Schweizer Demokraten und PFZ den Integrationsbericht des Stadtrates ab und haben sich die Parkplatzfrage als wichtigstes Thema auf die Fahnen geschrieben. Das einzige was sie noch von der SVP unterscheidet, ist, dass sie niemanden vierteilen möchten. Aber vielleicht bleibt auch das nur eine Frage der Zeit. Die FDP scheint wild entschlossen ihre einstige Stärke durch eine Fusion mit der SVP wieder zu erreichen.</p>
<p>So oder so. Den Frauen wird oft geraten bzw. vorgeworfen (denn Weiblichkeit ist immer noch grundsätzlich defizitär) sie bräuchten mehr Selbstbewusstsein. Denn daran soll es liegen, dass wir weniger verdienen, in den Teppichetagen nur Kaffee servieren und die Mehrarbeit im Haushalt verrichten. Im Zweifel scheint mir jedoch etwas Bescheidenheit wesentlich angenehmer. Und die Fähigkeit zur realistischen Selbsteinschätzung eine wesentliche Qualifikation. Mindestens für den Zürcher Stadtat.</p>
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		<title>Mein Smartspider</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 09:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle Wahlen wieder: Mein Smartspider sieht wieder eher wie eine Schnecke als wie eine Spinne aus. Interessant wäre es jetzt zu vergleichen, ob sich das Spider-Profil im Laufe der Jahre geändert hat, aber leider sind meine alten Smartspider im Daten-Nirwana.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Wahlen wieder: Mein Smartspider sieht wieder eher wie eine Schnecke als wie eine Spinne aus. Interessant wäre es jetzt zu vergleichen, ob sich das Spider-Profil im Laufe der Jahre geändert hat, aber leider sind meine alten Smartspider im Daten-Nirwana.</p>
<p><a href="http://www.smartvote.ch/smartvote/popups/candidate_portrait/portrait_spider.php?eid=44&amp;cid=13731&amp;language=de_CH&amp;is_visible=1" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-44" title="smartspider" src="http://minli-marti.ch/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/smartspider1-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
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		<title>Debattieren mit Zweihänder und Florett</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 18:36:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die FDP lässt sich in Inseraten darüber aus, dass sich die SP nicht der Debatte stellen will. Die konkreten Vorwürfe und die Replik dazu lasse ich mal weg: Dies ist alles im Rahmen des normalen Wahlkampfgeplänkel. Und Debatten-Streitigkeiten sind für Polit-Afficionados höchst spannend &#8211; für die meisten Menschen wohl nicht. Im Gegenteil &#8211; das kontradiktorische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die FDP lässt sich in Inseraten darüber aus, dass sich die SP nicht der Debatte stellen will. Die konkreten Vorwürfe und die Replik dazu lasse ich mal weg: Dies ist alles im Rahmen des normalen Wahlkampfgeplänkel. Und Debatten-Streitigkeiten sind für Polit-Afficionados höchst spannend &#8211; für die meisten Menschen wohl nicht. Im Gegenteil &#8211; das kontradiktorische Podium ist eher eine aussterbende Veranstaltungform. Leider. Dabei ist das Podium, die Debatte und der Diskurs die Essenz des Wahlkampfs und scharfzüngige Schlababtausche sind das Salz in der Suppe. Vor kurzem habe ich wieder die äusserst sehenswerte BBC-Trilogie &#8220;House of Cards&#8221; gesehen und mit einiger Wehmatt die dort gezeigten Debatten des House of Commons betrachtet. Der Zürcher Gemeinderat hat zwar in der Regel nur wenige Hemmungen sich verbal aufs Dach zu geben. Die rhetorische Qualität der Anwürfe lässt hingegen zu wünschen übrig. Die wenigsten können mal ein spontanes Votum halten, die meisten klammern sich an ausformulierte Reden, die sie dann sozusagen live ins Schweizerdeutsche übersetzen. Besonders die Schweizer Demokraten sind die Könige des schlechten Schweizerdeutsch, es wimmelt von &#8220;deshalbs&#8221; und &#8220;deswegens&#8221;, die es eigentlich im Schweizerdeutschen nicht gibt. Nun die Anzahl der guten RednerInnen im Rat ist beschränkt, ich zähle mich auch nicht dazu. Daher fände ich einen Debattierklub mit klassischen Regeln zur Übung eine spannende Sache.</p>
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		<title>Minarett-Initiative: Der Inhalt ist das Problem, nicht die Verpackung</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 09:55:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die SVP hat ihr Ziel schon erreicht. Statt darüber zu diskutieren, ob die Minarett-Initiative gegen die Verfassung und gegen die Religionsfreiheit verstösst, geht es jetzt um Zensur und Plakatgestaltung . Wenn schon, dann hätte man die Initiative für ungültig erklären lassen müssen, doch dazu fehlte dem  Bundesrat und dem Parlament der Mut. Statt dessen geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SVP hat ihr Ziel schon erreicht. Statt darüber zu diskutieren, ob die Minarett-Initiative gegen die Verfassung und gegen die Religionsfreiheit verstösst, geht es jetzt um Zensur und Plakatgestaltung . Wenn schon, dann hätte man die Initiative für ungültig erklären lassen müssen, doch dazu fehlte dem  Bundesrat und dem Parlament der Mut. Statt dessen geht es darum, ob man die Plakate aufhängen darf oder nicht. Da diese nun bereits in den Medien zu sehen waren, kann es der SVP ganz egal sein, ob sie schliesslich an den Plakatwänden hängen. Gesehen hat sie eh schon jeder.</p>
<p>Dieses Spiel ist immer dasselbe und die SVP spielt es mit einigem Erfolg. Statt über Inhalte reden wir über &#8211; zugegebenermassen eindeutig zweideutige &#8211; Verpackung. Ob der in den Plakaten offensichtliche Minarett-Neid einzelner SVP-Exponenten nun wirklich viel krasser ist als schwarze Schafe, schnauzbärtige Verbrecher, rote Ratten oder Messerstecher leuchtet mir auf den ersten Blick nicht ein. Die Stildiskussion ist unnötig und kontraproduktiv, denn sie suggeriert, dass die Anliegen der SVP eigentlich schon recht seien, wenn sie sie nur etwas &#8220;anständiger&#8221; kommuniziert würden. Diese Schizophrenie können wir Linken und Grünen gerne lavierenden Moralaposteln wie Markus Arnold aus der CVP überlassen. Wir sollten unsere Kräfte dafür einsetzen, gegen die Initiative zu kämpfen und an der Urne zu gewinnen.</p>
<p>Die SVP hat sich meines Erachtens nur zweimal in der Werbung wirklich unanständig verhalten. Beim einen ging es um ein Inserat in der Abstimmung über die Abschaffung der AHV-/IV-Beihilfen. Dort hat die SVP, obwohl sie im Kantonsrat zusammen mit der FDP die Abschaffung vertreten hat und die SP das Referendum dagegen ergriffen und gewonnen hat, frech behauptet die Abschaffung  der Beihilfen sei &#8220;den Linken und Netten zu verdanken&#8221;. Das ist klar gelogen, unwahr und unlauter und in diesem Sinn auch unanständig. Der zweite Fall ist aktueller: Prominente SP- und Grüne Politikerinnen und Politiker werben in Inseraten für Ernst Stocker. Und dies gegen deren Willen. Sie haben bloss &#8211; auf Anfrage der Medien &#8211; zwischen Menschen und Politiker unterschieden und ein paar höfliche Dinge über Ernst Stocker gesagt. Wie man es immer macht und wie es anständig ist. Schliesslich &#8211; und dieser Meinung bin ich mit grosser Überzeugung &#8211; lebt eine Demokratie vom Wettbewerb der Ideen, von der Differenz und der Diskussion der Ansichten und Lösungsansätzen. Dies bedingt auch, dass man dem politischen Gegner mit Repekt begegen soll. Die SVP hat dies ausgenützt und die Zitate für ein Ernst-Stocker-Inserat mit Absender eines überparteilichen Komitees verwendet und suggeriert damit, diese Politikerinnen und Politiker der SP und der Grünen seien Teil dieses Komitees. Das zeigt das SVP-Menschenbild auf, das &#8211; wie wir im SF-Porträt von Gerhard Blocher gut bei Gerhard und seinem Bruder gesehen haben &#8211; nur zwischen Freund und Feind unterscheiden kann und den Feind als jemanden betrachtet, den man ungeniert in die Pfanne hauen und hinters Licht führen kann und soll. Damit ist auch klar was die Konsequenz ist: Eine Auskunft über einen Politiker oder eine Politikerin der SVP gegenüber den Medien kann nur negativ sein, sonst würde es gegen mich verwendet. Das widerspricht meinen Überzeugungen und manchmal auch meiner Wahrnehmung, aber offenbar ist dies so gewollt.</p>
<p>In diesem Sinne nehme ich auch Ernst Stocker in Schutz, wenn er sagt, er habe gegen seine Überzeugung im Kantonsrat für ein Minarett-Verbot gestimmt. Ich habe dafür Verständnis, denn auch ich bin schon fraktionsintern unterlegen und habe mich dann im Rat an die Entscheidung der Fraktion gehalten.  Doch trotzdem muss festgehalten werden: Mitgefangen mitgehangen. Ernst Stocker ist und bleibt ein überzeugtes Mitglied der Partei, die die Minarett-Initiative mit überwältigender Mehrheit unterstützt hat. Und er teilt das SVP-Gedankengut und heisst es gut. Die SVP ist schliesslich nicht nur in dieser Frage daneben. Auch wenn Ernst Stocker vielleicht wirklich ein netter und umgänglicher Mensch ist.</p>
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		<title>Der Mythos der arithmetischen Konkordanz</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 14:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was schon bei den Bundesratswahlen nicht gilt, zählt noch weniger bei Exektuivwahlen in Kantonen und Gemeinden. Es gibt und gab noch nie eine arithmetische Konkordanz. Dann könnte man sich nämlich das ganze Prozedere ersparen und die Sitze nach Parteiproporz verteilen und in der Interfraktionellen oder Interparteilichen Konferenz absegnen. Aber so ist es ja auch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was schon bei den Bundesratswahlen nicht gilt, zählt noch weniger bei Exektuivwahlen in Kantonen und Gemeinden. Es gibt und gab noch nie eine arithmetische Konkordanz. Dann könnte man sich nämlich das ganze Prozedere ersparen und die Sitze nach Parteiproporz verteilen und in der Interfraktionellen oder Interparteilichen Konferenz absegnen. Aber so ist es ja auch nicht im Bundesrat. Beim Bundesrat hat der Freisinn seine Macht erst geteilt, als es wirklich nötig war. Und immer wieder ist den Parteien ein Zugeständnis abgerungen worden, damit sie auch in der Regierung vertreten sein dürfen (zum beispiel das Bekenntnis der SP zur Landesverteidigung).</p>
<p>Noch absurder wird es bei den Exekutivwahlen bei Gemeinden und Kantonen, die Volkswahlen sind. Hier sollte doch auch das Volk entscheiden können, welche Personen in die Regierung gewählt werden sollen. Wer hier von arithmetischen Ansprüchen redet, der hat Angst, dass das Volk sich anders entscheiden könnte. Beispielsweise sind in der Stadt Zürich drei Stadtratsmitglieder aus der FDP und keiner aus der SVP. Rein vom WählerInnenanteil her müsste die SVP zwei Sitze haben und die FDP nur einen. Aber das Stimmvolk wollte es anders. Der arithemtische Anspruch der von einigen Grünliberalen erhoben wird, zeigt vor allem auf, dass die Grünliberalen grundsätzlich in einer arithmetisch verschobenen Welt leben. Dies haben wir auch in der Argumentation bei den Ständeratswahlen gesehen, wo Verena Diener trotz weniger Stimmen &#8220;das grössere Potenzial&#8221; hatte. Nach dieser Logik hätte Danowski am allermeisten Potenzial. Die meisten Leute machen zudem Poltik  (hüben wie drüben) weil sie sich erhoffen, dass die Machtverhältnisse und damit die Politik einer Stadt, eines Kantons oder eines Landes zu ihren Gunsten verändern könnte. Sonst könnte man es auch sein lassen und die Chefbeamten und Chefbeamtinnen und / oder ExpertInnen regieren lassen. Gewisse Leute fänden dies wohl ganz gut, mit Demokratie hat es wenig zutun.</p>
<p>Man sollte diese Diskussion um arithmetische Ansprüche nun endlich ad acta legen und sich darauf freuen, dass man als Stimmbürgerin wenigstens eine echte Auswahl hat. Und mit der Auswahl gibt es einen Wahlkampf und damit auch eine echte Auseinandersetzung um Themen, Politik und Weltanschauung. Ich freue mich auf den Wahlkampf.</p>
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		<title>Mit dem Finger zeigen mit dem Balken im Auge</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 13:19:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wir aufgeklärten Europäer zeigen gerne mit dem Finger und der nötigen moralischen Empörung auf die Amerikaner. Ohne verharmlosen zu wollen, was in der Ära Bush geschehen ist, so wäre es zu hoffen, dass all diejenigen, die sich über Guantanomo und zweifelhafte Verhörmethoden aufregen, das Augenmerk auch auf doch ähnliche Geschichten hierzulande richten würden. Letzte Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir aufgeklärten Europäer zeigen gerne mit dem Finger und der nötigen moralischen Empörung auf die Amerikaner. Ohne verharmlosen zu wollen, was in der Ära Bush geschehen ist, so wäre es zu hoffen, dass all diejenigen, die sich über Guantanomo und zweifelhafte Verhörmethoden aufregen, das Augenmerk auch auf doch ähnliche Geschichten hierzulande richten würden. Letzte Woche hatten wir in der <a href="http://www.sp5.ch" target="_blank">SP 5</a> eine Monatsversammlung mit Mitgliedern des Bleiberechts-Kollektiv. Was die Engagierten über Zustände im Ausschaffungsgefängnis am Flughafen und in den privatisierten Notunterkünften erzählten, gab zu denken. Immerhin kann man doch davon ausgehen, dass die grosse Mehrheit der Guatanamo-Häftlinge tatsächlich feindliche Kämpfer und Terroristen sind, wohingegen die Häftlinge im Ausschaffungsknast sich lediglich illegal in der Schweiz aufgehalten haben. Was Eindruck macht ist das Engagement der Mitglieder des Bleiberecht-Kollektiv, die sich mit viel Herzblut, Courage und Pragmatismus für Sans Papiers und abgewiesene Asybewerbende einsetzen. Zum Beispiel mit Deutschkursen in der autonomen Schule oder in dem sie den Betroffenen Migros-Gutscheine abkaufen. So dass diese wenigstens mal Geld für ein Busbillet oder ähnliches haben. Mehr Infos auf: <a href="http://www.bleiberecht.ch" target="_blank">http://www.bleiberecht.ch</a>.</p>
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		<title>Welches Sommerloch?</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 11:59:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Irgendwie scheint mir, habe es schon bessere Sommer gegeben. Nicht unbedingt bezüglich des Wetters, sondern was schöne Sommerlochthemen angeht. Ein paar dieser Geschichten lassen sich bei der NZZ (leider nur offline) nachlesen, von der Pro Facile-Affäre zum Wirbel um Bundesanwalt Roschacher. Diesen Sommer scheinen wir nur Themen zu haben, die irgendwie schon mal schon dagewesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie scheint mir, habe es schon bessere Sommer gegeben. Nicht unbedingt bezüglich des Wetters, sondern was schöne Sommerlochthemen angeht. Ein paar dieser Geschichten lassen sich bei der NZZ (leider nur offline) nachlesen, von der Pro Facile-Affäre zum Wirbel um Bundesanwalt Roschacher. Diesen Sommer scheinen wir nur Themen zu haben, die irgendwie schon mal schon dagewesen zu sein scheinen. Schweinegrippe? Andere Pandemien mit anderen Tierkrankheiten gab es schon zuvor. Die Reduit-Kontroverse: Schon viel heftiger anlässlich der Diamant-Feiern diskutiert. Die Frage, ob ein Tessiner oder ein deutschsprachiger Fribourger eher als Romands gelten sollen, ist zu kurios, um eine echte Debatte zu werden. Und ja, auch eine Stadtpräsidentin darf in die Ferien gehen. Schliesslich: Das Klagelied auf die vielen Baustellen scheint vor allem die ewige Wiederkehr des Gleichen zu bestätigen. Gut kommentiert hat die ewige Baustellenleier Jürg Rohrer im Tagi <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/dossier/zuercher-hitparaden/Die-10-beliebtesten-Noergeleien/story/20523171">http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/dossier/zuercher-hitparaden/Die-10-beliebtesten-Noergeleien/story/20523171</a>.   Während dem die SVP an einer Pressekonferenz an der Seebahnstrasse den Stau suchte (und offenbar nicht fand), muss eigentlich gesagt werden, dass sich die Staus den Umständen entsprechend in Grenzen halten und dass die Arbeit auf den Baustellen zügig und koordiniert voran geht. Man darf den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Bauarbeiterinnen und Bauarbeitern, die jetzt in der brütenden Hitze für Zürich arbeiten auch einmal danken.</p>
<p>Mein persönlicher Favorit der Sommerloch-Themen, wen wundert es, ist die Kontroverse rund um den Luzerner SVPler René Kuhns, der mit seiner Aussage über die Hässlichkeit von Schweizer Frauen, besonders linker und grüner Gesinnung, für Aufregung gesorgt hat. Wer jetzt behauptet, so ein seichtes Thema interessiere niemanden, der sei auf den Politblog von Andreas Kyriacou hingewiesen (<a href="http://www.kyriacou.ch/">www.kyriacou.ch</a>). Dessen Politcasting, wo er linke und grüne Frauen gegen SVP-Männer antreten liess, war wohl mit Abstand sein meistgelesener Blogeintrag. Trotz grünem Sieg haben unsere Vertreterinnen mit Platz 2 (Lucia Tozzi) und 4 (Andrea Sprecher) ganz ordentlich abgeschnitten.  So oder so: Letztlich hat das Diktum von US-Komiker Jay Leno „politics is just showbusiness for ugly people“ doch ein Fünkchen Wahrheit drin.</p>
<p>Zu guter letzt: Die letzte Sommerloch-Aktion der SP findet am Dienstag, dem 25. August im Ziegel oh Lac statt.</p>
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		<title>Gute Vorsätze</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 15:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein letzter Versuch ein Tagebuch zu schreiben, liegt doch einige Jährchen zurück. Und der ist kläglich gescheitert mangels Aktualisierung. Hoffen wir mal, dass es diesem Blog nicht auch so gehen wird. Ab heute ist mein Vorsatz, in einigermassen regelmässigen Abständen hier zu bloggen. Über dies und das und ab und an sogar über Politik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein letzter Versuch ein Tagebuch zu schreiben, liegt doch einige Jährchen zurück. Und der ist kläglich gescheitert mangels Aktualisierung. Hoffen wir mal, dass es diesem Blog nicht auch so gehen wird. Ab heute ist mein Vorsatz, in einigermassen regelmässigen Abständen hier zu bloggen. Über dies und das und ab und an sogar über Politik.</p>
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